Treasury Hiring Trends Across the Netherlands, Germany & Belgium in H1 2026
1,378 treasury vacancies across three markets. Germany hires at every level, the Netherlands buys technical depth, and Belgium buys experience.
Der deutsche Treasury-Markt im ersten Halbjahr 2026 spiegelt eine Situation wider, in der über alle Ebenen hinweg Personal eingestellt wird. Branchenübergreifend rekrutieren Unternehmen gleichzeitig auf jeder Stufe der Karriereleiter, vom Werkstudenten bis hin zum Head of Group Treasury, und das duale Ausbildungssystem sorgt für einen stetigen Zufluss am unteren Ende.
Mit Blick auf Senioritätsstufen, Branchenverteilung und geografische Konzentration entsteht ein klares Bild davon, wie Treasury-Rollen in Deutschland heute verortet sind und wo die Nachfrage strukturell stark oder begrenzt ist. Die nachstehenden Daten umfassen 1.014 Vakanzen und zeigen nicht nur, wer eingestellt wird, sondern auch, welche Art von Treasury-Funktion Unternehmen aufbauen.

Der deutsche Markt war auf erfahrene Profile ausgerichtet: Senior- und Management-Rollen machten 40% aus, Positionen auf mittlerem Level 31%. Zusammen entspricht das etwas mehr als 70% der Treasury-Einstellungen.
Executive- und Head-of-Treasury-Rollen lagen bei 4,8%. Bei etwa zwei Führungspositionen pro Woche läuft die Suche nach Treasury-Führungskräften hier in einer gleichmäßigen Frequenz statt opportunistisch, was auf aktive Nachfolgeplanung und Transformationsarbeit neben der normalen Fluktuation hinweist.
Praktika und Trainee-Programme machten 18,2% aus, hinzu kamen 5,9% in Junior-Rollen. Damit liegt knapp ein Viertel aller Treasury-Einstellungen auf Einstiegsniveau. Das System aus Werkstudenten, Praktika und Ausbildungen speist direkt in Corporate-Treasury-Funktionen ein und gibt Arbeitgebern einen strukturierten Weg, Kompetenzen intern aufzubauen, statt darum konkurrieren zu müssen.

Aus Branchensicht war die Nachfrage gut diversifiziert, blieb aber in traditionellen Sektoren verankert. Banking, Versicherungen und Asset Management führten mit 25,1%, getragen vom Finanzzentrum Frankfurt, vor Manufacturing und der Industrie mit 18,9%.
Dieser Anteil spiegelt die Struktur der deutschen Unternehmenslandschaft wider. Siemens, BASF, Salzgitter und der Mittelstand im weiteren Sinne betreiben Inhouse-Treasury-Funktionen, statt die Aktivitäten in die Konzernfinanzabteilung zu integrieren. Das stützt eigenständige Treasury-Kapazitäten im Industriesektor.
Technologie und Telekommunikation folgten mit 12,9%, Consulting und Advisory mit 9,3%. Automotive und Logistik lagen bei 7,3% und spiegeln anhaltende Finanzierungs- und Working-Capital-Aktivitäten in der Branche wider.

Geografisch ist der Markt ungewöhnlich, weil es keinen dominierenden Standort gibt. Frankfurt lag mit 9,7% der Vakanzen vorn, dicht gefolgt von Hamburg (8,6%), München (8,4%), Düsseldorf (8,0%) und Berlin (7,1%). Keine einzelne Stadt überschreitet 10%.
Unterhalb dieser fünf fällt das Volumen deutlich ab. Köln machte 3,1% aus und Stuttgart 2,1%; danach flacht die Verteilung in einen langen Ausläufer von Industriestädten ab, die jeweils nur eine Handvoll offener Stellen tragen. Erlangen, Eschborn, Bad Homburg, Fürth und Wolfsburg tauchen ebenfalls unter den Top 15 auf, jeweils mit einstelligen Vakanzzahlen. Das spiegelt eher die Präsenz eines einzelnen großen Arbeitgebers wider als einen breiteren lokalen Markt.
Auf die fünfzehn führenden Städte entfallen zusammen 55,6 % aller Stellenangebote, während sich der Rest auf weitere 244 Standorte verteilt. Es gibt keinen einzelnen nationalen Markt, in den man sich „einklinken“ kann, sondern mehrere regionale Märkte plus einen ausgeprägten industriellen Ausläufer, und die Mobilität von Kandidaten unterscheidet sich je nach Region.
Insgesamt zeichnen die Daten für das erste Halbjahr 2026 das Bild eines großen, ausgereiften und regional fragmentierten Treasury-Marktes. Die Nachfrage erstreckt sich über alle Karrierestufen, Führungspositionen werden regelmäßig ausgeschrieben, und die Einstiegs-Pipeline ist über das Berufsbildungssystem institutionalisiert. Die Branchennachfrage ist diversifiziert, bleibt aber in Financial Services und Industrie verankert, während die Geografie weiterhin deutlich dezentralisiert ist.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Frankfurt ist selten die automatische Wahl. Je nach Anforderungsprofil können Düsseldorf, München oder Hamburg ein größeres lokales Angebot und spürbar weniger Wettbewerb bieten. Für Fachkräfte erscheinen Führungspositionen mit echter Regelmäßigkeit, sie sind jedoch geografisch verstreut, und Umzugsbereitschaft wird zu einem echten Differenzierungsmerkmal.
Wenn Sie mehr zu diesem Thema besprechen möchten, melden Sie sich bei unserem Deutschland-Spezialisten Antonio Avanzini.
1,378 treasury vacancies across three markets. Germany hires at every level, the Netherlands buys technical depth, and Belgium buys experience.
126 Belgian treasury vacancies analysed. Mid-level takes 59.5%, entry-level hiring has nearly vanished, 55% of roles sit in Brussels.
238 Dutch treasury vacancies analysed. Technology now outhires banking at 23.5%, mid-level roles dominate, and only six Head of Treasury roles reached market.
Diese Zahlen spiegeln Treasury- und Treasury-nahe Vakanzen wider, die in unserer eigenen Datenbank für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2026 erfasst wurden. Einige Ausschreibungen sind über Jobbörsen hinweg doppelt, einige werden nie öffentlich ausgeschrieben, und die Branchenzuordnung basiert auf dem einstellenden Unternehmen statt auf der Rolle selbst. Es handelt sich um Schätzwerte, nicht um eine offizielle Arbeitsmarktstatistik. Aber wir kennen diesen Markt, und die Datenstruktur ist schlüssig.